Informationen über Schamanismus und schamanische (systemische) Aufstellungen bzw. schamanisches Aufstellen:

Schamanismus

Schamanismus ist in der heutigen Zeit ein für die westliche Zivilisation weithin unbekanntes Feld. Vergessen und verworfen sind unsere Kenntnisse aus unserer animistischen (seelisch-herzlichen) Verbundenheit mit Mutter Erde und ihren Größen. Im Zeitalter der Industrialisierung, der sich entwickelnden Wissenschaften und des rasanten Wandels unserer Informationsgesellschaft ist dieses Bezugnehmen auf unseren natürlichen Ursprung, oft nur noch romantische Utopie oder barbarische Rückständigkeit.

Daher projizieren wir, wie bei allem was uns unbekannt ist oder verleugnet wird, faszinierende und zugleich ängstliche Gefühle hinein. Diese Anziehung und gleichzeitige Abstoßung führt natürlich zu einer ambivalenten Haltungen und grundlegender Verunsicherung.

Dabei geht es doch gar nicht um eine Entscheidung für eine zukunftsorientierte oder eine vergangenheitsorientierte Lebenseinstellung, sondern um eine sinnvolle und lebensfördernde Kombination, die ich sowohl in meinem Leben, als auch in meiner Arbeit anstrebe.

Wir haben alle eine Vergangenheit und zwar nicht nur eine persönliche, sondern auch eine unserer Vorfahren, eine unserer Erdgeschichte. Wir richten uns alle täglich darauf ein, eine Zukunft zu haben. Eine persönliche und eine für unsere Kinder. Wir alle leben unsere Gegenwart aus unserer Herkunft heraus, gründend in unsere Zukunft hinein.

„Leben mit Wurzeln und mit Flügeln!“

Sneh Victoria Schnabel

Es ist und war schon immer die Herausforderung für uns Menschen, dieses Paradoxon unserer dualen Welt zu leben. All unsere fortschrittlichen Errungenschaften haben uns davon nicht befreien können, obwohl viele genau darauf abzielten! Zum Glück hat das Leben dennoch seine polare Gestalt die unser Natur-sein garantiert. Nämlich eine der sich erneuernde, immer wiederkehrende LEBENDIGKEIT!

Es gibt noch immer Tag und Nacht, auch wenn es das künstliche Licht gibt. Wir atmen noch immer ein und aus mit einer klitzekleinen Pause dazwischen. Das neue Leben kommt noch durch einen Mann und eine Frau, die sich verbinden.

Es gibt noch immer:
Mitgefühl und Gleichgültigkeit,
Glück und Leid,
Stärke und Schwäche,
Mut und Angst,
Liebe und Hass,
Macht und Ohnmacht,
Leben und Tod.

Und somit gibt es bekanntlich eine greif- und sichtbaren Welt der Materie, so wie eine der unsichtbaren Kräfte, die nur an ihren Auswirkungen spürbar, erkennbar wird:
Wenn die Seele sich zurückzieht und wir uns ganz armseelig fühlen …
Wenn der Geist vernebelt und das Herz vernagelt ist …
Wenn die Liebe hinfällt, wo wir sie nicht ertragen können …
Wenn der Körper verschlüsselte Botschaften hautnah uns nahe legt …

Da fischen wir dann im Trüben und müssen das dringend Nötige erahnen.

Dann brauchen wir gängige Verbindung zu großen Größen, wie den Ahnen. Wir sind der lebende Teil von ihnen und der Beweis, dass es sie gab und sie in uns überlebt haben. All ihr Können und Wissen steht uns zu Verfügung, wenn wir mit ihnen eine interne Beziehung aufbauen können.

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